Glienicker Brücke

Glienicker Brücke

Glienicker Brücke

Eine der Sehenswürdigkeiten von Berlin, die Besucher immer wieder gerne besichtigen, ist die Glienicker Brücke, die den Fluss Havel zwischen Berlin und Potsdam überspannt und Teil der Bundesstraße 1 ist. Mitten über die Brücke verläuft die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg, die zur Zeit der Teilung Deutschlands auch die Grenze zwischen Ost und West markierte. Die Geschichte der Brücke geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Jedoch machte die Brücke besonders in den Jahren des kalten Krieges von sich hören, da sie zu drei Gelegenheiten zum Austausch von Agenten genutzt wurde.

Dir Ursprünge der Glienicker Brücke

Die Glienicker Brücke begann als einfacher Holzsteg im Jahr 1660. Zu dieser Zeit wurde sie vom Adel genutzt, um an dieser Stelle die Havel überqueren und von den Schlössern in Potsdam zu ihren Jagdgründen gelangen zu können. Knapp 100 Jahre später wurde die Brücke auch für den allgemeinen Verkehr geöffnet. Daher war es nötig, eine größere, stabilere Brücke zu konstruieren, die als Zugbrücke gestaltet wurde. Im Jahr 1831 wurde die dritte Version der Glienicker Brücke erbaut. Dabei handelte es sich um eine Steinbrücke, die nach den Plänen des preußischen Hofarchitekten Karl Friedrich Schinkel erbaut wurde. Die neue Steinbrücke wurde neben der alten Holzbrücke errichtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Verkehrsaufkommen jedoch stets höher, so dass es nötig war, eine neue Brücke zu bauen, mit einer Höhe, die den Schifffahrtverkehr ungehindert passieren ließ und gleichzeitig eine solide Oberfläche für das ständig wachsende Aufkommen von Fahrzeugen aller Art bat.
Es wurde eine Fachwerkbrücke aus Stahlträgern mit steinernen Brückenköpfen gebaut. Diese Brücke ist bis heute erhalten und zeichnet sich durch die aus Stein gehauenen Kentauren des Bildhauers Stephan Walteraus, die beidseitig auf den Brückenköpfen thronen. 1937, als die Reichsstraße 1 auf vier Spuren erweitert wurde, veranlasste man eine Verbreiterung der Brücke um 4,5 Meter. Im 2. Weltkrieg wurde die Brücke stark beschädigt und musste zeitweilig durch eine Holzkonstruktion ersetzt werden, bis die Brücke im Jahr 1947 wieder instandgesetzt werden konnte. Im Jahr 1952 wurde die Brücke, die nun Ost- und Westsektor des geteilten Berlins miteinander verband, für den privaten Autoverkehr gesperrt und konnte nur noch mit einer Spezialgenehmigung überquert werden. Erst nach dem Fall der Mauer, am 9. November 1989 konnte die Brücke wieder von jedermann überquert werden.

Austausch von Geheimdienst Agenten auf der Glienicker Brücke

Die Glienicker Brücke genießt ein spezielles, romantisches Flair, das durch den dreimaligen Austausch von Spionen beider Seiten ausgelöst wurde und der Brücke den Namen „Agentenbrücke“ eingebracht hat. Kam es zu einem Personenaustausch zwischen den Ost- und Westmächten, so eignete sich dir Brücke dafür hervorragend. Sie war vom Osten wie vom Westen leicht zugänglich und konnte durch ihre Lage außerdem hervorragend gesichert werden. So kam es hier zu verschiedenen Gelegenheiten zu Situationen, die man sonst nur aus Filmen kennt. Der erste Austausch, für den die Brücke als Schauplatz gewählt wurde, fand im Februar 1962 statt, als der sowjetische Spitzenspion, Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel, gegen den amerikanischen Piloten Francis Gary Powers ausgetauscht wurde. Am 1. Juni 1985 spielte sich eine ähnliche Szene auf der Brücke ab, als 23 westliche Agenten gegen vier sowjetische Spione ausgetauscht wurden. Der letzte Austausch fand am 11. Februar 1986, als 4 im Osten inhaftierte Personen gegen fünf Häftlinge, die ich im Westen befanden, ausgetauscht wurden.

Wie kommt man zur Glienicker Brücke?

Die Glienicker Brücke kann mit dem Bus 316 oder der Straßenbahn 93 erreicht werden. In der Nähe liegen das Glienicker Schloss und die Villa Kampffmeyer, die man auf dem gleichen Ausflug von der Unterkunft in Berlin besichtigen kann. Die beste Ferienunterkunft kann man übrigens auf www.Ootel.com buchen, wo die Preise stets besonders günstig sind. Die Webseite bietet die beste Möglichkeit, um günstige Hotelräume in Berlin zu finden.