Gropiusstadt

Gropiusstadt

Gropiusstadt

Die Berliner Gropiusstadt ist eine der ersten Satellitenstädte, die in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelt wurde. Der Baumeister Walter Gropius hatte ursprünglich Pläne entworfen, die den Menschen lichtdurchflutete Wohnmöglichkeiten zur Verfügung stellen sollte, die im Gegensatz zu den dunklen Mietskasernen und Hinterhöfen stehen sollten, die überall in Berlin entstanden waren. Aus Glas, Stahl und Beton sollten hier Häuser nach den Ideen des Bauhauses entstehen. In Westberlin wurde Wohnraum stets begrenzter, so dass sich der Senat schließlich dazu entschloss, Gropius den Auftrag zu erteilen. Es waren 16.400 Wohnungen vorgesehen, die in Gebäuden mit höchstens fünf Stockwerken untergebracht werden sollten. Dazwischen sollten weitläufige Grünanlagen entstehen. Doch als das Projekt dann schließlich nach dem Mauerbau realisiert werden sollte, hatte die Wohnungsknappheit katastrophale Ausmaße angenommen und der Senat beschloss, den Bebauungsplan zu verdichten. So kam es, dass der Architekt Wils Ebert schließlich ein Projekt von 19.000 Wohnungen entwarf, in dem mehr als 50.000 Personen Platz finden würden. Entsprechend mussten die Häuser natürlich mit mehr als nur fünf Geschossen gebaut werden, um den zusätzlichen Raum schaffen zu können. Teil der Gropiusstadt ist heute das Hochhaus der Baugenossenschaft Ideal, das mit 30 Geschossen und mehr als 80 Metern Höhe noch heute das höchste Wohnhochhaus in Berlin ist.

Problematik des Wohnviertels

Der Name der Gropiusstadt ist heute hauptsächlich mit der sozialen Problematik der Trabantenstädte verbunden. Ursprünglich wurde die Wohnstadt mit Mitteln des sozialen Wohnungsbaus errichtet, so dass die Wohnungen nur mit einem Wohnberechtigungsschein erhältlich waren. Gelang es den Bewohnern, ihre sozialen Status zu verbessern, so waren heftige Mieterhöhungen die Folge. Familien aus einer Mittelstandsschicht waren daher in der Gropiusstadt in der Regel nicht zu finden. Die Trabantenstadt wurde fast ausschließlich von Angehörigen der unteren sozialen Schichten bevölkert. Die Geschichte von Christiane F. hat die Stimmung und Problematik der Gropiusstadt der 70er Jahre deutlich zum Ausdruck gebracht. Sie wurde in dem Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ veröffentlich und gehört noch heute zur Pflichtlektüre für Schüler. Es wird die Geschichte eines Mädchens aus der Gropiusstadt erzählt, dass der Heroinsucht verfällt und schließlich in die Prostitution am Berliner Bahnhof Zoo abfällt.
Die Wohnungsbaugesellschaft, der die Gropiusstadt gehört, ist heute bemüht, mit vielen kleinen Details das Wohnen für die Mieter angenehmer zu gestalten und auch mit einem Bildungsangebot dazu beizutragen, die sozialen Möglichkeiten der Mieter zu fördern. Dennoch hat auch heute der Mittelstand kaum Interessen für die Gropiusstadt erkennen lassen und die soziale Mischung der Bewohner bleibt ohne Gleichgewicht. Die Kriminalität ist in der Gropiusstadt höher als in anderen Stadtbezirken, sie gehört weiterhin zu den Problemvierteln Neuköllns.
Wer sich jedoch einmal einen Eindruck von einer Trabantenstadt mit ihren typischen Problemen machen möchte, sollte ich die Gropiusstadt einmal anschauen, nach Möglichkeit bei Tageslicht. Sie bietet eine interessante Erfahrung, die zu einem tieferen Verständnis sozialer Probleme führt, die nicht nur für die Berliner Trabantenstädte, sondern auch für andere, ähnliche Projekte in Europa kennzeichnend sind. Unterwegs in der Gropiusstadt, sollte man es nicht versäumen, die Jungfernmühle und die Dreieinigkeitskirche zu besichtigen, die Sehenswürdigkeiten dieses Viertels.

Dir Gropiusstadt erreichen

Wer sich die Erfahrung der Gropiusstadt auf einer Berlinreise nicht entgehen lassen möchte, kann das Viertel am besten mit der U-Bahn Linie 7 erreichen. Es gibt in der Gropiusstadt vier U-Bahnhöfe, um die auch die zentralen Versorgungseinrichtungen für die Bewohner eingerichtet sind. Daher ist es leicht möglich, die Gropiusstadt von jedem Berliner Stadtviertel zu erreichen und den Ausflug von der Ferienunterkunft aus zu planen. Zentral gelegene Hotelzimmer zu günstigen Preisen kann man in Berlin am besten auf www.Ootel.com finden. Dort kann man eine Ferienunterkunft für die Familie oder die Reisegruppe finden, oder auch günstig ein Zimmer für den Einzelreisenden buchen. Ein Besuch auf der Seite lohnt sich, wenn man eine Berlinreise plant.